Tag der Kreuzband OP und die Tage danach – Blogeintrag #2

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April 12, 2018

Tag der Kreuzband OP und die Tage danach – Blogeintrag #2

Nachdem alle Einzelheiten der Operation mit mir besprochen worden sind und der Termin für die Operation feststand, musste zunächst die geplante Hochzeitsreise verschoben werden. Meine Frau Sonja und ich wollten eigentlich eine Woche nach dem geplanten OP Termin nach Dubai. Da die Reise aber mit einem frisch operierten Knie nicht anzutreten war mussten wir die Reise wohl oder übel um ein Jahr verschieben. Was meine Frau schon alles mit mir durchhalten musste die letzten Jahre, geht auf keine Kuhhaut mehr. Jede andere Frau hätte mir schon längst den Vogel gezeigt und wäre gegangen.

Am Morgen der OP musste ich natürlich nüchtern bleiben damit die Narkose ihre richtige Wirkung erzielen konnte.

Zunächst ging es für mich zur Anmeldung auf Station, wo ich auch mein sexy Nachthemd für die nächsten Tage erhalten sollte.

Danach ging es endlich los.  Da es für mich die erste Operation überhaupt war, habe ich mir vorher Videos auf YouTube von der geplanten OP angeschaut, um mir so die Angst ein wenig davor zu nehmen. So ging ich dann relativ entspannst an die Sache ran. Es ist Teil des Spiels, das ab und zu Reparaturen am Körper anstehen und nun war ich an der Reihe. Im Narkoseraum waren alle gut drauf und so wurde mir mit der Art und Weise wie ich vorbereitet worden bin, vollends die Angst genommen, dass etwas schief gehen könnte. Nachdem alle Nadeln und Elektroden an mir angebracht waren, gab der Narkosearzt mir meinen Schlummertrunk. Er meinte nur zu mir:“ es fühlt sich an, als ob man im Vollrausch einschläft.“ Und so war es auch. Nachdem ich meinen „Rausch“ nach paar Stunden ausgeschlafen habe, ging es mir soweit recht gut, außer das mein rechtes Knie so dick eingepackt war, dass ich es nicht sehen konnte.

Was dann folgte, waren Schmerzen, die ich bis dahin in meine Leben noch nicht durchmachen durfte. Die Schmerzmittelmenge, die ich zu mir nahm, konnte gefühlt einen Elefanten betäuben, aber ich brauchte sie um halbwegs klar zu kommen.

Die ersten Tage hab ich viel geschlafen was echt gut tat, nur meine Frau tat mir leid die bei mir an meiner Seite war, weil ich die halbe Zeit verpennt hab, als sie da war.

Am Freitag war die OP und ich war froh, dass ich am Sonntag die ersten Schritte zur Teeküche machen konnte, natürlich mit meinen neuen besten Freunden den Krücken. Für mich war es am Anfang immer wichtig, kleine Ziele zu haben die ich erreichen konnte. Montag ging es für mich dann nach Hause und am Nachmittag gleich zu Uli meinem Physio.

Die Praxis von Uli sollte ich in den nächsten Monaten noch das eine oder andere Mal zu Gesicht bekommen bzw. es wurde zu einem zweiten Wohnzimmer für mich.

Die darauffolgenden Wochen bestanden nun daraus, die kleinen Ziele wie zum Bäcker gegenüber oder Supermarkt die Straße runter zu erreichen und somit immer mehr in den Alltag zurückzufinden

Die nächsten kleinen Schritte Richtung Comeback waren gemacht.

 

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